Begriffserläuterungen

Was bedeutet … ?

Lektorat

Genaues Lesen unter ganzheitlichen Gesichtspunkten
Intensive Auseinandersetzung mit dem Manuskript, Formulierungs- und Strukturhilfen
Recherchen (Internet), Plausibilitäts- und Authentizitätsprüfung
Überprüfung auf Stimmigkeit
Hilfe bei der Verlagssuche, wenn vom Autor gewünscht
Erstellen eines Exposés und Klappentextes,
Zusammenstellung von Leseproben und
Ideenentwicklung zum Buchcover
nach Fertigstellung des Manuskripts.

Korrekturlesen

Korrekturen von Rechtschreib-, Formulierungs- und Grammatikfehlern. Überprüfung auf Vollständigkeit des Textes, auf Einheitlichkeit der Schreibweise und Stimmigkeit von Gliederung und Inhalt.
Das Korrekturlesen ist bei der Schreibwerkstatt Birgit Freudemann grundsätzlich Bestandteil des Lektorats.

Redigieren

Bearbeitung eines Textes durch Verbesserung der Formulierung, Beseitigung von Fehlern, missverständlichen Textstellen und unnötigen Wiederholungen. Eventuell Vornahme notwendiger Kürzungen. Das Redigieren ist bei der Schreibwerkstatt Birgit Freudemann grundsätzlich Bestandteil des Lektorats.

Klappentext

Der Werbetext für Ihr Buch. Kurzdarstellung des Inhalts für die Buchrückseite oder den Schutzumschlag. Einführender Text zu Inhalt und Autor.

Endkorrektur

›Druckfahnenkorrektur‹ bzw. Korrektur der Satzdatei. Überprüfung auf Richtigkeit der ausgeführten Korrekturen nach Erst- und Zweitlesung vor endgültiger Drucklegung. Überprüfung auf Vollständigkeit des Textes und Folgerichtigkeit insbesondere nach Layout und Satz seitens des Herstellers, der Druckerei, des Verlags.
Überprüfung auf neu hinzugekommene Fehler, zum Beispiel Trennfehler, ›Verschlimmbesserungen‹, unterschiedliche Schriftgrößen und -typen oder Wegfall von Text durch diese Arbeitsgänge etc. Überprüfung von Cover- und Buchrückseiten- oder Umschlagtext.

An dieser Stelle weisen wir gern darauf hin, dass die oben sowie im Anhang beschriebene Problematik vermieden werden kann, wenn wir im Ausnahmefall Layout und Satz selbst – oder mithilfe professioneller Anbieter (Netzwerk) – erledigen und für die endgültige Wiedervorlage des Manuskripts an Sie eine PDF generieren.

Wieso ist eine End- oder Umbruchkorrektur bzw. Korrektur der Satzdatei vor dem Druck eines Buches so eminent wichtig?

Die Erfahrung zeigt, dass sich beim Hin und Her zwischen Autor, Lektorat und Verlag/ Druckerei Fehler einschleichen können, die im fertig gedruckten Buch verewigt wären ohne Endkorrektur.
Stellen Sie sich vor, Sie haben es geschafft: Ihr Manuskript wurde von einem Verlag angenommen. Der Verlag lektoriert selbst oder vergibt das Lektorat nach außen − zum Beispiel an unsere Schreibwerkstatt. Das Manuskript gelangt mit unseren Korrekturen, Kommentaren und Empfehlungen versehen zurück an den Verlag beziehungsweise den Autor. Letzterer kann zwar gut erzählen und schreiben, doch im Umgang mit der Einarbeitung von Korrekturen hat er wenig bis keine Erfahrung. Nun aber sind Sie als Autor gefordert und sollen der Schalter sein, die letzte Instanz auf dem Weg zur Veröffentlichung. Manche Verlage bauen da Sicherheiten ein, andere wiederum unterlassen wider besseres Wissen aus Sparsamkeitsgründen die notwendige letzte Korrektur Ihres Textes. Kommen Sie gut klar mit den angemerkten Korrekturen und können Sie diese richtig umsetzen, haben Sie Glück: Ihr Manuskript geht in den Druck und erscheint so gut wie ohne einen Druckfehler. Nur, es sind ja im Zeitalter der Computer-Software nicht immer die Drucker verantwortlich für die Richtigkeit, − nein, auch Sie als Autor, der nicht die Erfahrung und den Blick dafür hat, belassen unter Umständen die alten Fehler, übersehen neue, die womöglich im Zuge der Textbearbeitung in der Endphase versehentlich eingebaut wurden (nichts und niemand ist vollkommen fehlerlos). Es kann auch passieren, dass Textteile verloren gehen oder an die falsche Stelle rücken und Ihr mit viel Herzblut verfasstes Manuskript ohne nochmalige Überprüfung fehlerhaft in Druck geht. Wichtig ist also, solche Fehlerquellen zu vermeiden oder wenigstens alles zu unternehmen, sie zu minimieren im Interesse einer ordentlichen Veröffentlichung. Wir empfehlen daher für eine Endkorrektur unmittelbar vor Drucklegung die Druckfahnen/ Satzdatei/ Prüfexemplar (Buch) nochmals in die Hände der Lektorin, des Lektors zu geben, auch wenn es weitere – vergleichsweise geringe – Kosten verursacht. Eine Korrekturlesung vor dem endgültigen Druck wahrt die Qualität Ihres Manuskripts und somit die Marktchancen Ihres so aufwändig erarbeiteten Buches.

Selfpublishing

Hier ein paar Anmerkungen zum mittlerweile häufig praktizierten Veröffenlichungsweg ›Selfpublishing

Es tut uns stets in der Seele weh zu erleben, wie Autoren/innen viel Mühe aufwenden, an einen traditionellen Verlag zu gelangen, aber nur Absagen ernten. Dem nicht genug, landen sie in den Fängen sogenannter Zuschussverlage (es gibt wenige seriöse Ausnahmen darunter) und investieren sehr viel Geld für ihr Buchprojekt, erfahren jedoch wenig Gegenleistung über die Veröffentlichung hinaus, etwa hinsichtlich Vertrieb und Marketing.

Zwar versuchen wir zu vermitteln, doch trotz jahrelanger Bemühung und entsprechender Kontakte gelingt es uns oder dem Autor/ der Autorin nur in Ausnahmefällen, einen vernünftigen Verlag (der auch tatsächlich in Vorlage tritt) zu gewinnen.

Man sollte in diesem Zusammenhang wissen, dass gegenwärtig jährlich etwa 90 000 Veröffentlichungen über traditionelle Verlage erfolgen, aber nochmals etwa 75 000 Titel den Weg über Selfpublishing nehmen.

Während ein traditioneller Verlag im Allgemeinen in Vorlage tritt, sich qualitativ ordentlich um sämtliche Druckvorstufen einschließlich eines Lektorats bemüht – und der Autor/ die Autorin mit einem vertretbaren ›Einkommen‹ rechnen kann –, Druckkostenzuschussverlage hingegen vier-, teils fünfstellige Beträge für die Buchherstellung inklusive eines qualitativ fragwürdigen Lektorats (mit welchem u. U. auch freiberufliche Lektorate zu mäßigem Honorar beauftragt werden) fordern, Marketing und Vertrieb jedoch vernachlässigt werden und Tantiemen äußerst gering ausfallen, stellt sich die Situation bei Selfpublishing-Verlagen doch etwas anders dar:

Die gesamte Druckvorstufe – einschließlich eines unerlässlichen professionellen Lektorats – wird in aller Regel auf den Autor/ die Autorin abgewälzt. Dafür ist der finanzielle Aufwand für Druck und Veröffentlichung meist verschwindend gering, das ›Einkommen‹ aus dem Buchverkauf allerdings auch, egal ob Printbuch oder E-Book. Immerhin bestehen alle diese Verlage auf einem ordentlich lektorierten und gut gelayouteten Manuskript – und sie arbeiten schnell. Überdies verbleiben sämtliche Rechte am Buch beim Autor. Anzuraten ist dieser Veröffentlichungsweg im Prinzip nur solchen Autoren/ Autorinnen, die auch umfänglich selbst aktiv werden können und wollen (eigene Website zum Buch; Lesungen; Kontakt zum Buchhandel und zu den Medien wie Rundfunk und Printpresse). Weitere Informationen hierzu finden sich unter http://www.selfpublisherbibel.de.

Gern nennen wir Ihnen im Auftragsfall einschlägige Verlagsadressen und/ oder weiterführende Literatur. Sie werden in aller Regel jedoch nicht umhin können, sich vertrauensvoll an ein professionelles Lektorat zu wenden. Hier kommen wir ins Spiel. Sehen Sie sich in Ruhe unser breites Leistungsspektrum an, es reicht über Korrektur und Lektorat bis hin zum Layout und zur Endkorrektur vor Drucklegung. Bedenken Sie auch, dass kaum ein Autor/ eine Autorin den nötigen Abstand zum eigenen Manuskript hat, um es selbst vor dem Druck zu lektorieren. Da helfen weder der Freundeskreis noch etwaige Testleser.

Besser: Sie schreiben, wir lektorieren sehr sorgfältig, layouten gegebenenfalls und kümmern uns um die Endkorrektur vor Drucklegung.


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